Wohnungsexplosion - Ursache geklärt

Die Ursache für die Explosion mit vier Schwerverletzten am Mittwoch, 05.05.10, in Bad Reichenhall konnte jetzt geklärt werden. Ein Drogenexperiment der Beteiligten war gründlich schief gegangen. Zu diesem Großeinsatz wurden am vergangenen Mittwoch Abend die Einsatzkräfte nach Bad Reichenhall alarmiert.

Zwischenzeitlich konnte aufgrund der Ermittlungsergebnisse der Kripo Traunstein und den Feststellungen eines Gutachters des Bayerischen Landeskriminalamtes der Unfallhergang rekonstruiert werden. Demnach hatten die drei bei der Explosion schwerverletzten Männer zuvor mit Marihuanaprodukten experimentiert. Dabei kamen auch mehrere Butangas-Kartuschen, eigentlich gedacht zum Nachfüllen von Feuerzeugen, zweckentfremdet zum Einsatz. Durch das ausströmende Gas erhöhte sich offensichtlich die Konzentration in der Luft soweit, dass ein Funken zur Detonation führte. Was als ungewollter Zünder gewirkt hat, ist nicht geklärt. Eine Funkenbildung durch ein elektrisches Haushaltsgerät wäre denkbar. Die 19-jährige Wohnungsinhaberin war offensichtlich bei diesen Manipulationen nicht direkt dabei und kam dadurch mit leichteren Verletzungen davon.
Die Kripo Traunstein ermittelt wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die 21- und 22-jährigen Pidinger und der 20-Jährige aus Sachsen-Anhalt sind schwerverletzt und befinden sich teils noch in kritischem Gesundheitszustand. Die 19-jährige Wohnungsinhaberin konnte zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Text: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (7.5.2010)
 

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