Biathlon Weltcup Ruhpolding 2011 - ein Großereignis
26.000 Zuschauer waren am heutigen letzten Wettkampf-Tag in die neue "Chiemgau-Arena" nach Ruhpolding gekommen und sahen bei schönstem Wetter zwei spannende Abschluß-Rennen. Damit die Sicherheit für die Athleten und Besucher gewährleistet wurde, waren auch zahlreiche Helfer von Polizei, Feuerwehr und BRK im Einsatz.
Eine völlig entkräftete Läuferin im Zielraum, Herzbeschwerden eines Besuchers, die den Einsatz von „Christoph 14“ erforderten, ein epileptischer Anfall und mehrere Kreislaufbeschwerden – Beispiele von Einsätzen während des Sanitätsdienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding. Insgesamt transportierten die BRK-Helfer während der fünf Wettkamptage sieben Personen mit akuten Erkrankungen oder Verletzungen in die Krankenhäuser Ruhpolding oder Traunstein. 46 Personen wurden bis Sonntag, 12 Uhr, von den Rotkreuzlern medizinisch versorgt. Infolge der hohen Besucherzahlen und der Erfahrungen aus den letzten Jahren rechnet das BRK am letzten Tag noch mit deutlich mehr Einsätzen in der Chiemgau Arena.
Mit 60 Helfern pro Tag und über 300 Schichten während der Öffnungszeiten war dieser Sanitätsdienst ein Großeinsatz für den Traunsteiner BRK-Kreisverband. „Trotz der hohen Zuschauerzahlen und der vielen Helfer und Betreuer war es für uns ein sehr ruhiger Dienst“, resümiert BRK-Einsatzleiter Jakob Goess. „Dank eines hervorragenden Sicherheitskonzeptes hat alles reibungslos funktioniert. Mit ausschlaggebend hierfür ist die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, vor allem dem Veranstalter und der Polizei.“
Mit im Einsatz für den BRK-Sanitätsdienst waren 13 Einsatzfahrzeuge, darunter zwei Quads, die als Allrad-Fahrzeuge für schwierige Geländestellen gedacht sind. Zwei Sanitätscontainer bildeten die Zentrale für die BRKler in der neuen Chiemgau Arena mit einer Unfallhilfsstelle und einem Aufenthaltsraum für die Helfer. In der Chiemgau Arena waren zehn Sanitätsstationen verteilt, mit jeweils drei BRK-Sanitäter, sowie drei Betreuungsposten direkt am Streckenverlauf, die Mitglieder der Bergwacht betreuten, ausgestattet mit einem Schneemobil sowie einem Akja.
Neu war die Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort: In einer kleinen Einsatzzentrale beobachteten Polizei und ein BRK-Vertreter mit Hilfe von Bildschirmen das Geschehen im Stadion. Wäre es zu größeren Zwischenfällen gekommen, hätten sich die Einsatzkräfte sofort abstimmen können.
Trotz der heftigen Regenfälle, die sowohl Einsatzkleidung als auch die Ausrüstung völlig durchnässten, war die Stimmung und Motivation unter den BRK-Helfern, die aus ganz Bayern kamen, groß. Jakob Goess war von dieser Atmosphäre fasziniert und seine Helfer hörten immer wieder von ihm: „Ich bin stolz auf Euch!“
Bericht: BRK Kreisverband Berchtesgadener Land (Claudia Siemers)