Rettungskräfte üben Bewältigung eines Flugzeugabsturzes

Gemeinsame Übung der Feuerwehr Ainring mit Bundeswehrfeuerwehr Oberjettenberg, BRK, THW und Polizei.

Nur wenige Stunden nach der Wasserrettungsübung im Gemeindebereich führte die Feuerwehr Ainring im Rahmen eines Lehrganges „Große Schadenslage“ des Fortbildungsinstitutes der bayerischen Polizei eine gemeinsame Übung mit der Bundeswehrfeuerwehr Standort Oberjettenberg durch.



Seit vielen Jahren wird dieses Seminar am BPFI abgehalten und ebenso lange sind Feuerwehr, BRK, Rettungsdienst und THW ein fester Bestandteil dieser Übung. Angenommen wird der Absturz einer kleineren Linienmaschine mit entsprechendem Übungsszenario. Absturzort ist der Ortsteil Au in der Gemeinde Ainring. Bevor die Polizeibeamten ihre Aufgaben beginnen, halten die Hilfsorganisationen eine Einsatzübung ab. Ebenfalls unterstützt die Feuerwehr Ainring das BPFI bei der Übungsdarstellung.

Nach der Alarmierung treffen die Einsatzkräfte auf einen Übungsort der sehr nahe an der Realität ist. Eine Passagiermaschine in mehrere Teile zerrissen, verletzte Personen, getötete Flugzeuginsassen, eine weitläufige Absturzstelle, Realfeuerstellen, massive Rauchentwicklung. Unter der Einsatzleitung von Zugführer Johann Waldhutter der Feuerwehr Ainring rückten ein Einsatzleitwagen und drei Löschfahrzeuge sowie ein Gerätekraftwagen des THW an die Einsatzstelle ab. Ebenso eine größere Anzahl von Einsatzfahrzeugen des BRK. Am Einsatzort angekommen, wurde der Einsatzort vom Einsatzleiter strukturiert und die Aufgaben verteilt. Die beiden Löschfahrzeug der Feuerwehr Ainring übernahmen die Rettung von Verletzen unter Atemschutz aus der Gefahrenzone der Absturzstelle, hierbei wurden sie unterstützt von der Bundeswehrfeuerwehr und dem THW. Die Bundeswehrfeuerwehr übernahm zudem die Brandbekämpfung von mehreren Brandstellen. Die 13 verletzten Fluggäste wurden zu einer Verletztensammelstelle verbracht. Dort wurde die Sichtung durchgeführt. Es folgte die Erstversorgung und der Abtransport in die Zielkrankenhäuser. Der Einsatzleiter der Feuerwehr stellte zudem den Kontakt zu den beteiligten Einsatzeinheiten und dem Polizeieinsatzführer her und koordinierte die weiteren Maßnahmen. Nach ca. einer Stunde waren die  Verletzten erstversorgt und abtransportiert, alle Feuer abgelöscht und die Absturzstelle mehrfach nach weiteren Verletzten abgesucht. Nachdem auch ausgeschlossen werden konnte, dass sich Gefahrgut im Flugzeug befand und eine Gefährdung für die Polizeibeamten bei deren weiterer Arbeit ausgeschlossen werden konnte, übergab der Feuerwehr-Einsatzleiter den Schadensort an die Polizei.

Von Seiten der Feuerwehr waren vier Einsatzfahrzeuge mit 25 Feuerwehrkräften in die Übung eingebunden.

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Text und Fotos: Martin Waldhutter

 

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