Klirrende Kälte & "Heisse" Öfen

Die klirrende Kälte der letzten Tage und das damit verbundene Einheizen, besonders mit Holzöfen - dies bedingte in den letzten 24 Stunden zahlreiche Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst. Glücklicherweise waren bei allen "Brandeinsätzen" nur leichtverletzte Personen zu versorgen ...

Nachfolgend die Berichte der einzelnen Brände (der Brand in Traunstein am Donnerstag wurde schon in der vorangegangen Mitteilung aufgeführt):

Pressemitteilung Polizeiinspektion Ruhpolding: Ein schwerer Schwelbrand hat in Ruhpolding ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude unbewohnbar gemacht. Verletzt wurde zum Glück niemand.

In der Nacht von Donnerstag, 2. Februar, auf Freitag, 3. Februar, alarmierte gegen 1.18 Uhr in der Früh ein Bewohner eines Anwesens in Ruhpolding, dass sein Wohnzimmer brenne.

Daraufhin wurden zwei Einsatzteams mit Notarzt und Einsatzleiter, sowie die Feuerwehren von Ruhpolding, Eisenärzt, Siegsdorf und Traunstein verständigt. Im Gebäude sind mit dem Mitteiler insgesamt drei Personen gemeldet, welche unverletzt und sofort evakuiert wurden.

Bei Eintreffen der Feuerwehr konnte festgestellt werden, dass aus einem im Wohnraum stehenden Schwedenofen aus bisher ungeklärten Gründen ein Schwelbrand entstand, der den gesamten Wohnraum stark verrußte. Sämtliches Mobiliar und technische Geräte wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Der Schwelbrand konnte durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte schnell gelöscht werden. Das nachfolgende Bild zeigt den Schwedenofen (Bild: FFW Ruhpolding):

Brand Ruhpolding
Durch den Schwelbrand ist gegenwärtig das Gebäude nicht mehr bewohnbar, so dass die Betroffenen bei Nachbarn oder Verwandten übernachten müssen. Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land: Vermutlich wegen einer undichten Stelle im Kamin eines Hauses in der Mozartstraße mussten am Freitagvormittag Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei ausrücken. Dichter Qualm drang hinter der Fußbodenleiste einer Wohnung im Hochparterre hervor. Zwei Bewohner erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden ins Krankenhaus gebracht. Da die vernetzten Rauchmelder des Gebäudes auslösten, konnten sich alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Leitstelle Traunstein alarmierte um 9.33 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall und einen Rettungswagen des Roten Kreuzes. Als die Einsatzkräfte unter Atemschutz ins Gebäude vordrangen, war die Wohnung im Hochparterre bereits stark verraucht. Zwei Bewohner, eine 72-jährige Frau und ein 74-jähriger Mann erlitten nach erster Einschätzung eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden vom Roten Kreuz zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Die Feuerwehr brachte den brennbaren Inhalt des Ofens ins Freie, kontrollierte den Fußboden mit der Wärmebildkamera und belüftete das Gebäude. Die vernetzte Rauchmeldeanlage des Hauses verhinderte Schlimmeres: Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das nachfolgende Bild zeigt: es qualmte noch ordentlich ...

Brand Reichenhall
Offenbar wurde kurz zuvor ein neuer Ofen im Sousparterre angefeuert, woraufhin in der darüber liegenden Wohnung dichter Rauch hinter der Fußbodenleiste hervorquoll. Die Feuerwehr vermutet einen Riss im Kamin als mögliche Ursache. Insgesamt waren 26 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen, ein Rettungswagen des Roten Kreuzes und eine Streifenbesatzung der Reichenhaller Polizei im Einsatz. Der zuständige Bezirkskaminkehrer kam ebenfalls an die Einsatzstelle und übernahm alle weiteren Maßnahmen.

 

Webcam Ramsau

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